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Burn-Out
Burn–Out ist eine Krisensituation, in der Ihr
Körper oder Ihre geistigen Funktionen
nicht mehr so arbeiten, wie Sie das gewohnt sind. Meistens erleben die Betroffenen vorher
ein Stadium, in dem sie das Gefühl haben, dass jeden Moment ein Zusammenbruch eintreten könnte. Solange
alles routinemäßig läuft, funktionieren sie noch. Wenn aber irgend etwas schief läuft,
fühlen sie sich am Rande eines Zusammenbruchs. Vielleicht rasten sie aus, werden
aggressiv, ungeduldig oder müssen hemmungslos weinen. Burn-Out ist wie wenn ein Auto
schon lange auf Reserve läuft und das Benzin droht definitiv auszugehen. Beim sogenannten
"Nervenzusammenbruch" ist es dann soweit: Der Betroffene kann seine
Körperreaktionen nicht mehr kontrollieren. Der Körper macht, was er will, wie genau das
aussieht, ist bei jedem unterschiedlich. Manche erleiden einen tatsächlichen Kollaps,
manche fangen an zu zittern, manche können nicht mehr aufhören zu weinen, manche
werden von einem bleiernen Gefühl zu Boden gedrückt. Die Gründe dafür können
vielfältig sein, aber gehen Sie einmal davon aus, dass es gute Gründe sind. Auf
irgendeine Art und Weise hat diese Person ihre Reserven aufgebraucht. Sie ist am
Ende ihrer Kräfte. Die Symptome sind dann ähnlich wie bei einer Depression: geringe
Belastbarkeit, Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Reizbarkeit, Rückzugsbedürfnis,
emotionale Labilität.
Die Maßnahmen müssen aber anders aussehen als bei einer Depression.
Hier ist es absolut wichtig und notwendig, sich eine Auszeit zu nehmen. Ruhe ist
angesagt. Der Körper signalisiert genau das, was er jetzt braucht. Vertrauen Sie
Ihrem Körper. So ein Verlust der Leistungsfähigkeit macht Angst. Diese Angst darf
nicht durch härtere Selbstdisziplin oder Drogen bekämpft werden. Sie müssen sich klarmachen, dass
der Burn-Out die Notbremse ist, bevor vielleicht noch etwas Schlimmeres passiert z.B.
ernste körperliche oder psychische Erkrankungen, die nicht mehr nur durch Ausruhen
geheilt werden können. Ausruhen ist also das Heilmittel für Burn-Out. Rückzug. Ruhe.
Besinnung. Schlafen. Geht es etwas besser, dann in die Natur gehen, spazieren gehen,
etwas Schönes machen, aber alles nur, wie es die Verfassung zulässt. Keine
Gewaltaktionen.
Meistens passiert der Zusammenbruch dann, wenn man sowieso gerade eine Pause
einlegen wollte, z.B. im Urlaub oder am Wochenende. Das kommt daher, dass Sie sich
jetzt innerlich die Erlaubnis gegeben haben auszuruhen. Der Leistungsstress treibt
Sie nicht mehr an, so dass es Ihnen geht wie einem Hamster, der endlich aus dem
Laufrad aussteigen kann, weil es sich nicht mehr so schnell gedreht hat.
Was für die Betroffenen in der Regel schwer zu akzeptieren ist, ist die Erfahrung,
dass es ca. ein halbes bis zu einem Jahr dauert, bis sich das körperliche und
geistige System wieder ganz erholt hat und die volle Leistungsfähigkeit wieder
hergestellt ist. Das bedeutet nicht, dass man solange völlig arbeitsunfähig ist. Es geht
nur eben langsam wieder aufwärts. Aber auch nach der Genesung sollte man etwas aus
dieser Erfahrung gelernt haben. Damit es nicht wieder soweit kommt, sollten ganz
konkrete Veränderungen zur Beseitigung der Ursachen umgesetzt werden.
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